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Autumn Vibes with a Pumpkin Soup & a Cheese Sandwich

vor 10 Stunden
5 Min. Lesezeit


Wisst ihr, was mich ein bisschen nervt?

Pünktlich zum 01. November wird das Weihnachtsgewitter wieder auf einen einprasseln: in den sozialen Medien, in den Supermärkten und in der Dekoration auf den Straßen. Der Tag nach Halloween fungiert bereits seit Jahren wie ein lautloser Knall: Schnell - wer als Erstes die Weihnachtsfahne schwenkt, bekommt... ja, was eigentlich? Mehr Geld? Den "Du warst in der vordersten Reihe des Weihnachtsgeschreis"-Pokal?


Dabei hätte ich so gerne ein bisschen länger was vom Herbst.

Vielleicht einfach den Oktober zwei Mal hintereinander.


We should cancel November und have October twice.


Die Zeit rennt.

Und man hinterher.


Schon ist der Herbst fast wieder vorbei, steht die Weihnachtszeit bereit, heute denkt man noch, man habe genug Zeit, und zack - sitzt man doch wieder am 23.12. da und versucht noch schnell die letzten Geschenke zu besorgen.

Und hat man eigentlich gescheit dekoriert? Plätzchen gebacken?

War man mit seinen Freunden auf dem Weihnachtsmarkt (oder nur auf der Pflichtveranstaltung mit den Kollegen)?


Die Zeit rennt, und ich frage mich, ob wir uns genug darum bemühen, unser Leben und unseren Alltag so zu gestalten, wie wir auch selbst leben wollen. 




Vor etwa einem Monat ist eine Person in meinem Umkreis verstorben, mit der ich viele Jahre aufgewachsen bin. Wir waren früher wie zwei Schwestern - ich selbst habe ja keine - und haben in den frühen 2000ern allerlei lustigen Quatsch erlebt, den man als vorpubertierende Teenager so macht.

Wir haben nachts heimlich Horrorfilme geguckt (die mich glaube ich bis heute sehr verstört haben haha), stundenlang zusammen gespielt und nächtelang durchgequatscht. Die Olsen Twins aus der Bravo hingen über unseren Köpfen, die Playstation 1 war durchgehend in Betrieb und unsere Zukunft schien weit und lang.


Und doch, ist sie nun mit Anfang 30 gestorben.

Sie wusste seit kurzer Zeit, dass sie sterben muss - was ich als absolut tragisch und unaushaltbar empfinde - aber, wisst ihr, was am Schlimmsten daran ist?


Dass einem bewusst wird, dass die Zeit nicht wieder kommt.

Sie ist unwiderbringlich weg.


Meine Freundin ist weg.

Ihre Zeit auch.


Sie wird keinen einzigen Herbst mehr erleben.

Keine Weihnachtszeit.

In den Urlaub wird sie nie wieder fahren.


Morgen früh wird sie nicht wieder aufwachen.

Einen Café wird sie nie wieder trinken, und den vollmundigen Geschmack an einem Nebelmorgen genießen können.


Hätte sie das gewusst, hätte sie das damals, als wir in ihrem Zimmer mit Holzdecken und 2000ern Postern Not a girl mit Britney Spears geguckt haben, gewusst, hätte sie dann nicht jeden einzelnen Tag anders gelebt?


Hätte sie sich einen anderen Beruf gesucht?

Einen anderen Alltag verlangt?

Die wirklich wichtigen Dinge anders erlebt? Anstatt sich auf den Stress auf der Arbeit einzulassen, sich eher umso mehr auf ihr Mittagessen gefreut?


Im Angesicht des Todes werden all die Konflikte so unendlich... wertlos.

Und das Einzige, das zählt, das sind plötzlich die "kleinen Dinge" im Leben. Das, was zart und schön und eigentlich unscheinbar ist.

Ein Essen. Ein Lächeln. Sonnenstrahlen. Herunterfallendes Laub. Musik. Freunde. Familie.





In mir hat ihr Tod etwas losgestoßen.

Nämlich die Frage, ob ich tatsächlich auch das tue, was ich möchte.

Oder ob die Zeit wieder nur an mir vorbeirennt, und ich im Trubel der Alltags-to-dos eigentlich gar nicht mehr weiß, wer ich selber bin.


Und deshalb strukturiere ich meine Tage und Wochen nun vor allem mit dem Gedanken, was ich noch diesen Herbst/Winter/Frühling/Sommer wirklich ERLEBEN möchte.


Ein Picknick mit der Familie?

Ein Spaziergang im Wald, zwischen wedelndem Laub und bunten Farbmustern?

Kürbisschnitzen? Eine Halloween Party mit richtig coolen Kostümen?


Egal, was es ist. Ich mache, nein, ich GESTALTE mein Leben schön.

Genau. So. Wie. Es. Mir. Gefällt.

Und wenn etwas nicht geht, dann finde ich andere Wege, meinen Wunsch auszuleben.



Und weil gutes Essen für mich fast immer oberste Priorität hat, habe ich heute ein leckeres Pumpkin Soup Rezept mit Cheese Sandwich für euch!

Es kann nur ein erneutes Rezept sein, das auf der ewigen to do Liste steht ODER es ist DEINE Chance, den Herbst endlich zu zelebrieren. 


Dich für dich einzusetzen, dir aktiv etwas aufzubauen, mit deinen eigenen Händen - und sei es „nur“ eine unscheinbare Herbstsuppe, die dir dann aber zumindest das Gefühl von Jahreszeitlichkeit und Genuss schenkt. 


(Und glaub mir, diese Suppe ist wirklich guuuut, und endlich ohne Kokosmilch, das macht für mich immer die Suppen kaputt. Besonders aber ist auch das Sandwich richtig, richtig gut). 



Die Suppe 

Zutaten: 


  • 1 Hokkaido Kürbis (eher groß)

  • 1 Zwiebel (groß)

  • 2 eher kleine Karotten 

  • 4 Knoblauchzehen 

  • 2 EL Olivenöl 

  • 30g Butter

  • 1 Liter Gemüsebrühe 

  • 100ml Sahne

  • 1 TL frischgeriebener Ingwer

  • 1 Prise Muskatnuss

  • 2 TL Zitronensaft

  • Salz & Pfeffer


Zubereitung: 


  1. Kürbis im Ofen rösten

Damit der Kürbis sich etwas besser schneiden lässt, stelle ich ihn meist schon mal ungeschnitten für so 10-20 Minuten bei 220 Grad Ober-/Unterhitze in den Ofen. Man muss ihn dabei im Auge behalten (er sollte natürlich in den Ofen passen und die oberen Gitterstäbe nicht berühren), aber danach lässt er sich deutlich leichter schneiden und ist schon ein wenig angeröstet. 

Man kann ihn alternativ auch an mehreren Stellen mit der Gabel anpieksen und in der Mikrowelle erhitzen, aber das muss man für sich herausfinden, was da der beste Weg für einen ist. 


Wer den Kürbis nicht vorher in den Ofen schieben will, damit er sich besser schneiden lässt, lässt das einfach weg, und lässt den Kürbis nachher 5 -10 Minuten länger im Ofen.


Den Kürbis also vorsichtig mit Küchenhandschuhen rausholen, die Kerne aushöhlen und in längliche Stücke schneiden. Mit dem Knoblauch (am Stück und mit Schale) auf einem Backblech auslegen. Mit Olivenöl und Salz bestreuen. Dann nochmal für 20 - 25 Minuten in den Ofen. 


  1. Butter im Topf erhitzen 

In einem großen Suppentopf Butter bei mittlerer Temperatur schmelzen lassen, und warten bis sie schäumt und bräunlich wird. Sobald ein nussiger Duft in eure Nase steigt, sofort Hitze reduzieren, und kurz den geriebenen Ingwer darin anschwitzen. 


  1. Gemüse

Das fertig geröstete Gemüse aus dem Ofen in den Topf geben. Den Knoblauch dabei hineindrücken. Die Brühe zugeben und 10 Minuten auf mittlerer Temperatur köcheln lassen. 

Vom Herd nehmen und pürieren. Sahne einrühren und ggf. noch mehr Brühe, falls nötig. 

Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronensaft würzen. 



Die Sandwiche

Zutaten: 


  • 8 Scheiben Brot (Sauerteig oder auch Toast)

  • 160g Cheddar

  • 120g junger Gouda

  • 50g weiche Butter

  • 2 Knoblauchzehen 

  • 1 EL gehackte Petersilie

  • Pfeffer


  1. Knoblauchbutter

Weiche Butter mit fein geriebenem Knoblauch, fein geschnittener Petersilie und etwas schwarzem Pfeffer vermischen. 


  1. Sandwiches

Cheddar und Gouda in einer Schüssel vermischen. Dann die Brote jeweils gleichmäßig mit der Butter bestreichen, und dann den Käse verteilen. 

Die gebutterten Seiten können entweder nach außen oder nach innen zeigen. Es schmeckt beides (außen bestrichen sollte die Butter aber dünn und gleichmäßig bestrichen worden sein!). 


  1. In der Pfanne ausbraten

In einer heißen Pfanne bei niedriger bis mittlerer Temperatur die Brote braten bis der Käse geschmolzen ist. Die Pfanne sollte auf keinen Fall zu heiß werden, da sonst die Brote anbrennen, und der Käse nicht schnell genug schmilzt. 



Bon appétit!


Und genießt eure Zeit.


Lilith 

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